Ateliergemeinschaft Leisniger Straße

08.09.2014
Kultur Tweetup. Ateliergemeinschaft Leisniger Straße

Wie viel Social Media ist sinnvoll für Kunst- und Kulturschaffende? Am 8. September laden wir in die Ateliergemeinschaft auf der Leisniger Straße und versuchen den Spagat.

Wir reden nicht über Twitter, wir twittern. Das jedenfalls ist die übliche Herangehensweise an ein Kultur Tweetup. Am 8. September wollen wir dennoch beides tun, bei der Führung durch das Atelier fleißig Tweets versenden und im Nachgang über deren Sinn- und Nachhaltigkeit diskutieren. Dabei wollen wir vor allem zwei Gruppen zusammenbringen. Diejenigen, die bereits Twitter nutzen und an Tweets über Kultur in Dresden interessiert sind und die Kunst- und Kulturschaffenden, von denen wir uns wünschen, dass sie mehr über Twitter uns teilhaben lassen, an dem, was sie tun.

Das Kultur Tweetup wird in „traditioneller“ Form mit einer Führung und Vorstellung von Ort und Werken beginnen. Der Kunstmaler Ricardo Schwarz betreibt seit Januar 2013 gemeinsam mit Töpfermeister Ingolf Hermann die Ateliergemeinschaft auf der Leisniger Straße 24. Bereits davor waren beide Ateliernachbarn auf der Mohnstraße, ebenfalls in Pieschen.

Töpfergut von Ingolf Hermann www.töpferatelier-ingolfhermann.de

Schaut man auf die Webseite von Ricardo Schwarz findet man dort große Buttons für Facebook, Twitter, Xing oder Flickr. Auch Bloggen ist ihm nicht zu viel. Er schreibt dabei nicht nur über Gemeinschaftsprojekte, wie den Kunstmarkt Pieschen, sondern auch persönliche Sichtweisen zu Themen wie Wertschätzung oder den Künstler 2.0.

Im zweiten Teil des Abends bitten wir dann zum Gespräch. Wie viel Social Media ist sinnvoll für Kunst- und Kulturschaffende und wie findet man den richtigen Weg zwischen zu viel und zu wenig? Ebenfalls eingeladen haben wir Jan Kossick, der den Praxisblick für den Bereich Musik mit einbringt. Dritter im Bunde ist Steffen Peschel, Kulturmanager aus Dresden und Mit-Gastgeber des Kultur Tweetups.

Aber Achtung, ein langweiliges Podium soll es nicht werden! Vielmehr hoffen wir auf ein respektloses Publikum und bitterernste Fragen.

Hashtag: #TuAGL
Twitterwall: kulturtweetup.tweetwally.com

Wann?
8. September 2014
19:00 Uhr
Wo?
Ateliergemeinschaft Leisniger Straße
Leisniger Str. 24
01127 Dresden
Ricardo Schwarz: 25 Jahre jung, Kunstmaler aus Dresden. Neben Kinder- und Jugendarbeit auch in den Sozialen Medien und der Kulturlandschaft Dresden aktiv.
Ingolf Hermann: Einer der dienstältesten Töpfermeister Dresdens, jetzt Kunstkeramiker und Mitbegründer des Töpfermarkt Dresden e.V.
Jan ist Musiker bei den Skaprifischern und dem Black Sheep Swing Orchestra, organisiert Konzerte, ist Teil des Netzwerks „Kultur sucht Raum“ und ist in der Kulturpolitik tätig. (Foto: Ariane Dreisbach)
Steffen Peschel ist Nutzer und Verbreiter verschiedener partizipatorischer Methoden zum Austausch und Wissenstransfer. Neben dem Kultur Tweetup Dresden ist er u.a. Initiator der Crowdfunding-Treffen in Dresden und Mitbegründer des STADTCAMP Dresden.

Am 8. September fand das Kultur Tweetup in der Ateliergemeinschaft Leisniger Straße in Dresden statt. Der Kunstmaler Ricardo Schwarz und der Töpfermeister Ingolf Hermann gewährten uns einen sehr persönlichen Einblick in ihr Schaffen.

Im zweiten Teil des Abends baten wir zum Gespräch über Sinn und Unsinn von Social Media für Kunst- und Kulturschaffende. Wir begannen also mit der Praxis und stellten dann noch einmal selbstkritisch diese vorgelebte Praxis zur Diskussion. Ein Experiment mit durchaus offenem Ausgang. Ob es gelang?

Um bereits im Vorfeld in die Diskussion einzuführen, versuchte ich noch einmal zu recherchieren, wie aktiv die Kunst- und Kulturszene in Dresden bereits twittert. Das Ergebnis zeigt eher geringe Twitter-Freude. Es gibt einige Twitteraccounts von Kultureinrichtungen, die bisher gefundenen Personenprofile kann man beinahe an zwei Händen abzählen.

Im Gegensatz dazu ist auf Facebook etwas mehr los, wenn auch da sich die echten Gespräche nach wie vor in Grenzen halten.

Auch der Blick nach Leipzig zeigt kein komplett anderes Bild. Es macht sogar den Eindruck, dass da noch weniger sich überhaupt mal probiert haben.

Auf geht’s!

Einen kleinen Link zum letzten Kultur Tweetup „Graffiti in Dresden“ gab es auch.

Die kleine Reise durch die Ateliergemeinschaft begann bei Töpfermeister Ingolf Herman. Es gab jede Menge Fragen und bereits erste Erkenntnisse über den Sinn von Facebook für den Vertrieb.

Die perfekte Vorlage für die Überleitung. Ricardo Schwarz und Ingolf Hermann teilen sich nicht nur das gemeinsame Atelier, sondern auch fertigen auch gemeinsame Werkstücke.

Zur Geschichte von Kunstmaler Ricardo Schwarz gehört auch seine vorherigen Ausbildung als Einzelhandelskaufmann. Es wird deutlich, dass die dabei erworbenen Kenntnisse über Marketing für in seiner jetzigen Berufung als selbstständiger Kunstmaler sehr unterstützen.

Wichtiger Bestandteil ist die Auseinandersetzung mit Kunst und Markt. Zusammenfassend kann man dies als „sowohl als auch“ umschreiben.

Nachdem wir ausgibig in Ricardos Leben gebohrt hatten, ging wir über zur Frage nach dem Sinn und Unsinn von Social Media für Kunst- und Kulturschaffende. Im Gespräch waren dabei auch die Fragen und Erfahrungen der beiden Musiker Annette und Jacob, die nach ihrer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne für eine CD mit Abendliedern auf der Suche sind nach dem nächsten Schritt für die weitere Vermarktung dieser.

Am Ende fanden die Musiker und der Töpfermeister noch zusammen. Die regelmäßig stattfindende Veranstaltungsreihe „Freitagskultur“ in der Ateliergemeinschaft Leisniger Straße macht es möglich!

Damit endete der Abend im Atelier von Ricardo Schwarz und Ingolf Hermann. Vielen Dank für einen Abend mit vielen neue Erkenntnissen und tollen Gesprächen!

Seinen persönlichen Rückblick auf den Abend schreibt Ricardo Schwarz in seinem Blog.

Die Webseite Kultur Tweetup ist ein Projekt der konzeptfreun.de - für die technische Umsetzung wird hier auf WordPress & YAML vertraut. Diese Webseite, wie auch die Veranstaltungen, stehen in keinerlei geschäftlichen Beziehung mit Twitter, Inc. Die Webseite nutzt lediglich den Twitter-Login für den Anmeldeprozess.